Wann beginnt (Mäuse-)Leben?

Laut Embryonenschutzgesetz beginnt das Leben mit der Verschmelzung des Erbguts von Eizelle und Spermium. Nur wann findet diese genau statt?

Forscher aus Heidelberg stellten jetzt mithilfe einer neuen mikroskopischen Methode an Mäuseembryonen fest, dass die väterlichen und mütterlichen Chromosomen entgegen bisheriger Annahmen während der ersten embryonalen Zellteilung noch separat vorliegen und jeweils durch einen eigenen Spindelapparat aufgetrennt werden. Erst nach Abschluss der ersten Teilung verschmilzt das Erbgut – also ein paar Stunden später als gedacht.

Warum das interessant ist? Einerseits könnte dies der Grund für die hohe Fehlerrate bei der ersten Zellteilung und somit ein Ansatzpunkt für die Reproduktionsmedizin sein. Andererseits könnte eine Gesetzesänderung zugunsten eines früheren Lebensbeginns folgen, um den Schutz von Embryonen vor missbräuchlicher Verwendung weiterhin zu garantieren.

Ob die Ergebnisse überhaupt auf den Menschen übertragen werden können, bleibt noch zu untersuchen. In der Zwischenzeit kannst du deine Kenntnisse zu den Grundlagen der Entstehung des Lebens in einer kurzen Fragensession testen.

Grundlagen der Embryologie (in AMBOSS)

Von der Befruchtung zur Implantation (in AMBOSS)