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Pilotprojekt: Die DGVS-Leitlinie Gastrointestinale Blutung in AMBOSS

Was empfiehlt die Leitlinie bei gastrointestinalen Blutungen unter Antikoagulation? Was ist state of the art beim Management vor der Endoskopie?

Um die Anwendung medizinischer Leitlinien im klinischen Alltag, d.h. “am Patientenbett”, zu erleichtern, veröffentlichen wir in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) die aktuelle S2k-Leitlinie “Gastrointestinale Blutungen” im AMBOSS-Format. So kann schnell und einfach zwischen der Original-Leitlinie und AMBOSS-Inhalten navigiert werden.

Ziel hierbei ist auch die Mitwirkung von Studierenden und Ärzten/-innen an Leitlinienprojekten zu stärken und damit die Qualität von Leitlinien zu steigern.

Alle Leser sind daher herzlich eingeladen, über die Feedback-Funktion sowohl zu inhaltlichen als auch formalen Punkten Wünsche, Kritik und Anregungen zu äußern. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Zur DGVS-Leitlinie “Gastrointestinale Blutung” in AMBOSS

Exkurs Public Health: Der Zusammenhang von Armut und Diabetes

Was es für die Gesundheit einer Bevölkerung bedeutet, wenn Softdrinks günstiger sind als Trinkwasser, das schildert eine Reportage der New York Times über die mexikanische Region Chiapas eindringlich. So berichten die Autoren von einem Anstieg der Todesfälle durch Diabetes mellitus um 30% innerhalb von drei Jahren.

Auch in Deutschland lässt sich feststellen, dass ein niedriger sozioökonomischer Status und ein erhöhtes Diabetesrisiko eng zusammenhängen. So wird deutlich, dass eine nachhaltige Gesundheitsversorgung weit über die akute Krankenbehandlung hinausgehen muss.

Detaillierte Patienteninformationen zu verschiedenen Problembereichen finden sich hier:

Patienteninformationen - Therapie des Diabetes mellitus Typ 2

Praktische Therapieempfehlungen für Ärzte geben folgende Inhalte:

Stationäres Blutzuckermanagement

Probleme bei der Insulintherapie

Zankapfel Brustkrebsfrüherkennung

Seit der Einführung des flächendeckenden Mammographie-Screenings wird eine hitzige Debatte über Chancen und Risiken der Untersuchung geführt. Ähnlich kontrovers wird der Einsatz der Mamma-Sonographie bei Frauen mit dichtem Drüsengewebe diskutiert.

Wie kann man bei dem Thema seine Patientin, Freundin oder Mutter objektiv beraten? Und wie entscheidet man für sich selbst? Unterstützung bietet hierbei die Patienteninformation unseres Kooperationspartners gesundheitsinformation.de.

Detaillierte Fachinformationen zur Brustkrebsfrüherkennung geben folgende Inhalte:

Screeningempfehlungen zur Mammakarzinom-Prävention im Überblick

Mammographie

Sonographie der Mammae

Is my baby alright?

In ihrem Buch “Is my baby alright?” beschreibt Virginia Apgar die Geburt als den gefährlichsten aller Lebensabschnitte.

Die amerikanische Ärztin erkannte, dass für viele Neugeborene lebensrettende Maßnahmen zu spät kamen, da keine systematische Untersuchung unmittelbar nach der Geburt erfolgte. 1953 entwickelte sie den APGAR-Score, der bis heute in der Geburtshilfe und Neonatologie verwendet wird und den klinischen Zustand von Neugeborenen beurteilt.

Hier geht’s zu den Kriterien des APGAR-Scores sowie zum APGAR-Rechner - wenn’s mal hektisch werden sollte.

Heute wäre Virginia Apgar 109 Jahre alt geworden.

Lungenembolie – Brauchen wir noch eine CT-Angiographie?

YEARS, ein neuer Algorithmus zur Risikostratifizierung der Lungenembolie, könnte den Ausschluss einer Lungenembolie schnell und zuverlässig vereinfachen.

Die sieben Kategorien des Wells-Score wurden beim YEARS-Algorithmus auf drei Kriterien (klinische Zeichen einer tiefen Venenthrombose? Hämoptoe? Lungenembolie wahrscheinlichste Diagnose?) unter Beachtung von D-Dimer-Grenzwerten reduziert.

Auch die DGIM sieht großes Potential in dieser neuen, vielversprechenden Alternative und diskutiert die Studienergebnisse in ihren “Klug-entscheiden”-Empfehlungen für die Notaufnahme.

Mehr Infos gibt es hier:

Link zur YEARS-Studie

Die gesammelten “Klug- entscheiden”-Empfehlungen für die Notaufnahme

Mehr Sch(n)allen: Der AMBOSS-Sonokurs

Beim Sonographieren gilt: Übung ist alles! Wer in der Ultraschalldiagnostik neu ist oder sich Unterstützung bei der Weiterentwicklung seiner Skills wünscht, findet in unserem sechstägigen Sonokurs praxisorientierte Anleitungen zu den wichtigsten Sonographien in Nachtdienst, Notaufnahme und Allgemeinarztpraxis:

Zu unseren Sonographie-Inhalten

Neues Feature “Patienteninformationen” – eine Kooperation mit IQWiG und ÄZQ

Während die Zeit für Patientengespräche immer knapper wird, lässt die eigenständige Internetrecherche Patienten oft verängstigt oder überfordert zurück. Dieser Problematik widmen sich das unabhängige wissenschaftliche “Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen” (IQWiG) und das gemeinsam von Bundesärztekammer und Kassenärztlicher Bundesvereinigung eingerichtete “Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin” (ÄZQ) : Auf ihren Websites gesundheitsinformation.de (IQWiG) bzw. patienten-information.de (ÄZQ) stellen sie evidenzbasierte Informationen zu medizinischen Themen für Laien zusammen.

Wir freuen uns, dass diese Informationen nun auch in AMBOSS verfügbar sind. So können sie mit einem Klick geöffnet und z.B. als PDF ausgedruckt werden, um die ärztliche Aufklärung zu unterstützen.

Beispiele für Patienteninformationen in AMBOSS:

Patienteninformationen - Arterielle Hypertonie

Patienteninformationen - Mammakarzinom

Patienteninformationen - Stottern

Patienteninformationen - Abnehmen

(Tipps für die mobilen App-Versionen auf Android und iOS: Sollten Links im Feed nicht funktionieren, bitte die Bibliothek aktualisieren! Beim Klick auf die Patienteninformationen öffnet sich zunächst nur das Symbol. Nach Anklicken des kleinen Plus-Symbols am Bildschirmrand geht es weiter zu den Infos.)

“Deprescribing” – Schon ans Absetzen gedacht?

Dem Trend zu immer längeren Medikamentenlisten setzt die DGIM-Initiative “Klug entscheiden” ihre Negativempfehlungen entgegen: Sie sollen das begründete Unterlassen von Therapien (sog. Deprescribing) unterstützen und Überversorgung reduzieren.

Alle Empfehlungen finden sich gesammelt im Kapitel “DGIM - Klug entscheiden” sowie in den jeweiligen Themen:

Zu den DGIM-Empfehlungen “Klug entscheiden” (in AMBOSS)