Benzos geben und Ruhe schaffen? Say NO!

Arbeitsverdichtung, Zeitdruck, Personalmangel in der Pflege treffen allzu oft auf unruhige, agitierte und schlafgestörte Patienten. Das führt immer wieder zu Konflikten im Klinikalltag. Häufig werden Benzodiazepine gezückt, um eine schnelle Lösung herbeizuführen,  was allerdings insb. bei Patienten im höheren Alter und bei dementiellen Syndromen mittel- und langfristig Probleme bereitet.

Benzodiazepine haben teilweise paradoxe Wirkungen und fördern die Entstehung von Deliren. Die oftmals ohnehin eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten der Patienten leiden ebenfalls unter dieser gängigen Praxis. In den Klug-entscheiden-Empfehlungen der DGIM wird daher geraten:

“Benzodiazepine oder andere Sedativa bzw. Hypnotika bei älteren Patienten sollen nicht als Mittel der 1. Wahl im Falle von Schlafstörungen, Agitation oder Delir eingesetzt werden.”

Für die systemischen Probleme im Krankenhausalltag haben wir keine Patentlösung –  fundierten Rat, wie man es trotz allem besser machen kann, wollen wir jedoch mit den folgenden Inhalten bieten.

Medikamentöse Therapie von psychischen und Verhaltenssymptomen bei Demenz

Agitation bei Demenz

DGIM - Klug entscheiden in der Geriatrie