Und noch an einem weiteren MRT-Grundsatz wird gerüttelt

Eine Herzschrittmacher-Implantation galt lange als relativ strenge Kontraindikation für eine MRT-Untersuchung, weshalb zum Teil auf CT-Untersuchungen ausgewichen werden musste. Die Reduktion metallischer bzw. auf starke Magnetfelder reagierender Bestandteile war in der Vergangenheit eine der dringlichsten Aufgaben für Hersteller von Herzschrittmachern. In der aktuell im NEJM publizierten Studie an über 1.500 Patienten mit Herzschrittmachern, die nach 2001 implantiert worden, konnte kein erhöhtes Risiko für Zwischenfälle gezeigt werden. Welche Auswirkungen die Studie auf die Indikationsstellung hat, ist noch nicht absehbar – auf jeden Fall muss in Zukunft die Risikobewertung im Vergleich zur Strahlenbelastung bei CT-Untersuchungen neu bewertet werden.

Assessing the Risks Associated with MRI in Patients with a Pacemaker or Defibrillator (NEJM)