Rote-Hand-Brief zu Gadolinium (MRT-Kontrastmittel)

Risiken und Nebenwirkungen von Röntgenkontrastmitteln sind in der Ärzteschaft weitaus häufiger bekannt als Risiken des für das MRT als Kontrastmittel eingesetzten Gadoliniums. Gadolinium galt bis vor wenigen Jahren noch als “unbedenklich”. Aktuell wird im Rote-Hand-Brief nunmehr eindeutig auch vor Gadolinium-Ablagerungen in ZNS-Strukturen gewarnt.

Es gibt zwar bisher keine Hinweise auf negative Folgen der Ablagerungen, die EMA empfiehlt dennoch (siehe Rote-Hand-Brief) vorsorglich das Ruhen der Zulassungen sog. linearer Gadolinium-haltiger Kontrastmittel, welche insb. betroffen sind. Panikmache oder Handbremse zum richtigen Zeitpunkt? Das ist ungewiss – klar ist nur, dass die Patientenaufklärung zum Kontrastmittel-MRT herausfordernder und die Indikation in Zukunft mit Sicherheit strenger gestellt werden wird.

Rote-Hand-Brief (Januar 2018)

Gadolinium in AMBOSS (aktuelle Warnhinweise ab 02.02.2018 online)