Narkolepsie: Opioide zum Wachbleiben?

Müdigkeit ist eine typische Nebenwirkung von Opioiden. Es scheint paradox, dass gerade diese Substanzklasse gute Wirksamkeit in der Therapie der Narkolepsie verspricht.

Durch einen Mangel an Hypokretin-produzierenden Neuronen leiden Patienten mit Narkolepsie an einer gestörten Schlaf-Wach-Regulation mit ausgeprägter Tagesschläfrigkeit. Eine Studie im Science Translational Medicine zeigte nun im Tierversuch, dass eine langfristige Behandlung mit Morphin die Hypokretin-Produktion steigern und positive Auswirkungen auf Kataplexien haben könnte. Auch die derzeit empfohlene Therapie u.a. mit Ritalin, Natrium-Oxybat (“Liquid Ecstasy”) und weiteren Psychostimulanzien ist spannend.

Infos zur Narkolepsie (Inhalte in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM)) gibt es hier:

Symptome und Klinik der Narkolepsie

Medikamentöse Therapie der Narkolepsie bei Erwachsenen

Medikamentöse Therapie der Narkolepsie bei Kindern