Keine Wirkung ohne Nebenwirkung – Was tun bei jungen MS-Patienten?

Schwere Verlaufsformen der Multiplen Sklerose können für Kinder und Jugendliche eine frühzeitige Behinderung bedeuten, denn gerade im Wachstumsalter kommt es zu einer hohen Schubfrequenz.

Eigentlich ist Jedem der besondere Schutz des Heranwachsenden bewusst und daher verzichten wir möglichst auf den Einsatz neuer Therapien. Bei der MS ist der Einsatz neuer Behandlungsformen aber manchmal die einzige Alternative zur Verzögerung der Krankheitsprogression.

Eine neue Studie im New England Journal of Medicine zeigte nun, dass der Immunmodulator Fingolimod die Anzahl der Schübe bei Heranwachsenden im Vergleich zu der Standard-Interferontherapie deutlich senken kann, jedoch ein ungünstiges Nebenwirkungsprofil aufweist.

Für uns Ärzte ist das gefühlt wie die Wahl zwischen Pest und Cholera. Als Entscheidungshilfe finden sich ausführliche Informationen über die immunmodulatorische Therapie der MS, Verlaufsformen, Klinik und Therapie bei Kindern hier:

Verlaufsformen der Multiplen Sklerose

Multiple Sklerose im Heranwachsendenalter

Verlaufsmodifizierende Therapie der MS