Medizin-Nobelpreis für die “Immuncheckpoint-Inhibitoren”

Gestern wurden die diesjährigen Nobelpreisträger in der Medizin bekannt gegeben. Auch von uns einen herzlichen Glückwunsch an James P. Allison und Tasuku Honjo, die gemeinsam für die Entwicklung der sog. “Immuncheckpoint-Inhibitoren” ausgezeichnet wurden.

Diese monoklonalen Antikörper richten sich gegen die von T-Zellen exprimierten Rezeptoren PD-1 und CTLA4, die physiologischerweise ein hemmendes Signal auf die Immunantwort vermitteln. Das Andocken der Antikörper bewirkt eine Aktivierung der zytotoxischen T-Zell-Immunreaktion gegen Tumorzellen. Der revolutionäre Ansatz besteht also darin, dass das körpereigene Immunsystem aktiviert wird, um die Krebszellen zu bekämpfen.

Und während Nobelpreise oft weit in der Zukunft liegende Therapieansätze auszeichnen, haben die Immuncheckpoint-Inhibitoren mit Pembrolizumab bereits Eingang in die Therapie des metastasierten malignen Melanoms gefunden. Auch beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom ist die Anwendung schon heute möglich. Über die Zulassungsstudie hierzu haben wir in Studientelegramm Nr. 30 berichtet.