Breitkomplextachykardien - Manchmal sieht man vor lauter Bäumen den Wald nicht

Monomorph oder polymorph, ventrikulär oder supraventrikulär, schocken oder spritzen? Diese Fragen können im Akutfall manchmal verunsichern und den erforderlichen zügigen Therapiestart verzögern.

Alle Informationen zu Durchführung, Indikationsspektrum und zum Für & Wider der Therapiemaßnahmen finden sich im Kapitel Breitkomplextachykardien - Akutes klinisches Management.

Wem genug Zeit bleibt, sich über supraventrikuläre oder ventrikuläre Genese Gedanken zu machen, helfen folgende Inhalte zur Differentialdiagnostik:

Differenzierungskriterien bei unklarer Breitkomplextachykardie


Asthma bronchiale – Was hilft wirklich?

Stillen bis der Schulbus kommt? Den Hund ins Tierheim geben? Welche präventiven Maßnahmen kann man empfehlen?

Ausführliche Infos über diese und alle weiteren praktischen Aspekte der Erkrankung finden sich nachfolgend:

Prävention des Asthma bronchiale

Stufentherapie bei Asthma bronchiale

Akuttherapie bei Asthmaanfall bzw. Exazerbation

Urlaub auf Rezept

Die Sommerferien sind zu Ende, der Herbst fasst Fuß und wir träumen schon wieder vom nächsten Urlaubstrip im kommenden Jahr.

Passend zum leichten Herbst-Blues und dem Fernweh wurde kürzlich die Helsinki Businessmen Studie veröffentlicht, die zeigt: Langer Urlaub kann lebensverlängernd sein! Stressreduktion, mehr Schlaf und ein gesunder Lebensstil reduzieren das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen.

Welche weiteren Faktoren in der Genese von KHK, pAVK und dem akuten Koronarsyndrom relevant sind, findet sich hier noch einmal übersichtlich zusammengefasst:

Risikofaktoren der KHK

Ätiologie der chronischen pAVK

Pathophysiologie der absoluten Koronarinsuffizienz


Medizin-Nobelpreis für die “Immuncheckpoint-Inhibitoren”

Gestern wurden die diesjährigen Nobelpreisträger in der Medizin bekannt gegeben. Auch von uns einen herzlichen Glückwunsch an James P. Allison und Tasuku Honjo, die gemeinsam für die Entwicklung der sog. “Immuncheckpoint-Inhibitoren” ausgezeichnet wurden.

Diese monoklonalen Antikörper richten sich gegen die von T-Zellen exprimierten Rezeptoren PD-1 und CTLA4, die physiologischerweise ein hemmendes Signal auf die Immunantwort vermitteln. Das Andocken der Antikörper bewirkt eine Aktivierung der zytotoxischen T-Zell-Immunreaktion gegen Tumorzellen. Der revolutionäre Ansatz besteht also darin, dass das körpereigene Immunsystem aktiviert wird, um die Krebszellen zu bekämpfen.

Und während Nobelpreise oft weit in der Zukunft liegende Therapieansätze auszeichnen, haben die Immuncheckpoint-Inhibitoren mit Pembrolizumab bereits Eingang in die Therapie des metastasierten malignen Melanoms gefunden. Auch beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom ist die Anwendung schon heute möglich. Über die Zulassungsstudie hierzu haben wir in Studientelegramm Nr. 30 berichtet.

Neutropener Patient mit Fieber: Was tun?

Bei anhaltender Neutropenie entwickeln nahezu alle Patienten einen fieberhaften Infekt. Dies stellt einen Notfall dar, bei dem die Devise gilt: Hit hard and early!

Aber mit welchem Antibiotikum? Reicht bei ambulanten Patienten auch eine orale Therapie? Und wann ist bei Neutropenie auch ohne Fieber eine prophylaktische Antibiotikatherapie indiziert?

Leitliniengerechte Empfehlungen mit konkreten Therapieschemata und Handlungsanweisungen finden sich nachfolgend:

Fieber in Neutropenie: Empirische Therapie

MASCC-Score

Infektionsprophylaxe bei Neutropenie

Fahrtauglich nach Herzinfarkt?

Im Klinikalltag kann es überraschen, wenn gebrechliche Patienten ein enormes Selbstvertrauen bezüglich der eigenen Verkehrstauglichkeit aufweisen. Gerade bei schweren kardiovaskulären Erkrankungen kann diese jedoch deutlich eingeschränkt sein. Daher gehört eine ehrliche Aufklärung über die Fahr(un)tauglichkeit auch haftungsrechtlich zu den ärztlichen Aufgaben.

Empfehlungen dazu finden sich in vielen Kardiologiekapiteln, z.B.:

Fahrtauglichkeit bei koronarer Herzkrankheit

Fahrtauglichkeit bei Herzrhythmusstörungen

Fahrtauglichkeit bei Herzschrittmacher und ICD

Aortendissektion: Gezieltes Handeln im Notfall

Stärkster akuter Thoraxschmerz gilt als Leitsymptom für eine Aortendissektion. Im Gegensatz zum akuten Koronarsyndrom ist aber nicht der pathologische Befund des EKGs, sondern vor allem die Zusammenschau der klinischen Symptome und eine Bildgebung wegweisend.

Wie muss dann im Verdachtsfall das klinische Notfallmanagement aussehen?

AMBOSS gibt Hilfestellungen hierzu, u.a. mit Risikoscores zur Ersteinschätzung und Basismaßnahmen zur Abwendung lebensbedrohlicher Verläufe:

Klinisches Management bei Aortendissektion

Aortic Dissection Detection Risk Score

Allgemeine Therapiemaßnahmen bei Aortendissektion

Acne vulgaris – Was tun?

Eine reine, feinporige Haut ist für Viele ein erstrebenswertes Schönheitsideal. Gerade in der Pubertät leiden die meisten Menschen jedoch unter einer milden Form der Acne vulgaris. I.d.R. sistiert die Krankheit im jungen Erwachsenenalter, Narben können aber bleiben.

Welche Therapien kann man Patienten im hausärztlichen Setting anbieten? Was gilt es zu tun, wenn die Erkrankung schwere Ausmaße annimmt? Ab wann sollte die topische Therapie mit Retinoiden eskaliert werden? Und welche stadiengerechte Therapie wird bei Acne inversa empfohlen? Alle Antworten findest du nachfolgend übersichtlich zusammengefasst:

Therapie der Acne vulgaris

Lokale Aknetherapeutika

Acne inversa: Diagnostik und Therapie

Pilotprojekt: Die DGVS-Leitlinie Gastrointestinale Blutung in AMBOSS

Was empfiehlt die Leitlinie bei gastrointestinalen Blutungen unter Antikoagulation? Was ist state of the art beim Management vor der Endoskopie?

Um die Anwendung medizinischer Leitlinien im klinischen Alltag, d.h. “am Patientenbett”, zu erleichtern, veröffentlichen wir in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) die aktuelle S2k-Leitlinie “Gastrointestinale Blutungen” im AMBOSS-Format. So kann schnell und einfach zwischen der Original-Leitlinie und AMBOSS-Inhalten navigiert werden.

Ziel hierbei ist auch die Mitwirkung von Studierenden und Ärzten/-innen an Leitlinienprojekten zu stärken und damit die Qualität von Leitlinien zu steigern.

Alle Leser sind daher herzlich eingeladen, über die Feedback-Funktion sowohl zu inhaltlichen als auch formalen Punkten Wünsche, Kritik und Anregungen zu äußern. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Zur DGVS-Leitlinie “Gastrointestinale Blutung” in AMBOSS

Exkurs Public Health: Die (fast) vergessenen Krankheiten

Neglected Tropical Diseases (NTD) – 20 Krankheiten, die von der Weltöffentlichkeit kaum wahrgenommen werden, obwohl sie weder selten noch harmlos sind. Neben Lepra und Scabies zählt bspw. auch die Leishmaniose zu den NTDs.

Gerade die Ärmsten der Armen sind meist betroffen: Am Rand der Gesellschaft lebend, führen die Erkrankungen zu einer erheblichen Belastung ihrer ohnehin schwachen wirtschaftlichen Möglichkeiten. Deswegen hat sich eine Gruppe staatlicher und nicht-staatlicher Institutionen gemeinsam mit der WHO hehre Ziele gesetzt und sich der Bekämpfung von 10 der NTDs verschrieben.

Ein kleiner Fortschritt ist geschafft: Laut WHO ist es Ghana als erstem afrikanischen Land 2018 gelungen, das Trachom, eine bakterielle Konjunktivitis und weltweit häufigste Ursache für erworbene Blindheit, als Public-Health-Problem zu eliminieren.

Mehr zum Krankheitsbild der “ägyptischen Körnerkrankheit” findet sich hier:

Konjunktivitis granulosa trachomatosa

Patientenautonomie vs. Fürsorgepflicht bei Demenzpatienten

Der ärztliche Anspruch, über medizinische Maßnahmen an Patienten allein nach eigenem Willen zu verfügen, ist zum Glück seit längerem im Wandel. Was aber, wenn bei Demenzpatienten ein “Shared Decision Making” und ein “Informed Consent” unmöglich sind?

Ein Patentrezept für den Spagat zwischen rechtlichen Rahmenbedingungen sowie den Wünschen von Oberärzten, Angehörigen und Patienten gibt es nicht. Die folgenden Inhalte können aber helfen, Wohl und Würde des Patienten ins Zentrum zu stellen und trotzdem eine klare Haltung zu bewahren:

Patientenautonomie vs. Fürsorgepflicht bei Demenzpatienten

Zeckenalarm in Süddeutschland – Heimaturlaub mit Vorsicht

Aufgrund der weiterhin anhaltenden Hitzewelle freuen sich die deutschen Tourismusverbände: Viele Spontanurlauber verbringen ihre Freizeit diesen Sommer in der Heimat.

Während es die einen eher ans kühle Nass der Ost- und Nordsee zieht, suchen viele andere Abwechslung in den Wäldern und Bergen Süddeutschlands.

Doch gerade hier trifft man diesen Sommer besonders viele Zecken an - das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung berichtete von einem 10-Jahres-Höchststand im süddeutschen Raum. Damit steigt auch das Risiko einer FSME-Infektion deutlich an, sodass eine reisemedizinische Vorbereitung von Patienten bei innerdeutschen Urlauben durchaus sinnvoll ist!

FSME-Impfung

Ätiologie der FSME

Tinnitus – Das Klingeln der Ohren

Ohrgeräusche sind häufig, knapp 25% aller Menschen erkranken mindestens einmal im Leben an einem Tinnitus.

Viele berühmte Persönlichkeiten wie Martin Luther, Vincent van Gogh oder Ludwig van Beethoven schilderten bereits die Auswirkungen und Beeinträchtigungen durch die Chronifizierung der Erkrankung.

Heute weiß man: Je früher eine symptomatische und kausale Therapie begonnen wird, desto höher sind die Chancen auf Heilung oder zumindest Linderung der Alltagsbelastung für die Patienten.

Nachfolgend finden sich Tipps für eine schnelle Diagnosefindung und Therapieeinleitung, um eine Chronifizierung zu vermeiden:

Basis- und erweiterte Diagnostik bei Tinnitus

Therapie bei Tinnitus

Darmkatarrh, Diarrhö, Durchfall – viele Synonyme, ein Symptom.

Durchfallerkrankungen, ein häufiges Symptom in der täglichen Praxis: Knapp ein Drittel der Deutschen leidet jährlich unter einer akuten Diarrhö. Meist selbstlimitierend, suchen viele Patienten erst ihren Arzt auf, wenn die Erkrankung länger als erwartet andauert.

Doch was sind die Ursachen einer Diarrhö? Wann kann ich mich mit einer Basisdiagnostik zufriedengeben und welche “Red Flags” oder Risikogruppen implizieren einen schweren Verlauf? Wann ist welche Erweiterung von Diagnostik und Therapie sinnvoll?

Nützliche Tipps und Informationen finden sich hier:  

Ätiologie von Durchfallerkrankungen

Klinisches Management der akuten Durchfallerkrankung

Exkurs Public Health: Der Zusammenhang von Armut und Diabetes

Was es für die Gesundheit einer Bevölkerung bedeutet, wenn Softdrinks günstiger sind als Trinkwasser, das schildert eine Reportage der New York Times über die mexikanische Region Chiapas eindringlich. So berichten die Autoren von einem Anstieg der Todesfälle durch Diabetes mellitus um 30% innerhalb von drei Jahren.

Auch in Deutschland lässt sich feststellen, dass ein niedriger sozioökonomischer Status und ein erhöhtes Diabetesrisiko eng zusammenhängen. So wird deutlich, dass eine nachhaltige Gesundheitsversorgung weit über die akute Krankenbehandlung hinausgehen muss.

Detaillierte Patienteninformationen zu verschiedenen Problembereichen finden sich hier:

Patienteninformationen - Therapie des Diabetes mellitus Typ 2

Praktische Therapieempfehlungen für Ärzte geben folgende Inhalte:

Stationäres Blutzuckermanagement

Probleme bei der Insulintherapie

“Focus, focus, focus!” – Überblick bei der Sepsistherapie

An Sepsis ist einfach alles furchtbar. Nicht nur, dass ihre Definition in gefühlt jährlichem Rhythmus umgeworfen wird. Auch Empfehlungen zu Therapien sind ständig im Wandel. Unterdessen ist die Letalität der Sepsis in Deutschland im EU-Vergleich überdurchschnittlich hoch.

Wo also beginnen, um Licht ins Dunkel zu bringen?

Einen Anfang machen die fünf einfachen Grundsätze der Tarragona-Strategie zur initialen Antibiotikatherapie bei Sepsis. Als nächstes bietet das Sepsis-Studientelegramm einen tabellarischen Überblick über die wichtigsten Studien und deren Ergebnisse (in max. fünf Minuten!).

Und wer jetzt langsam Licht am Ende des Tunnels sieht, findet nachfolgend die Leitlinienempfehlungen zur Therapie: Sepsis - Therapie

Zankapfel Brustkrebsfrüherkennung

Seit der Einführung des flächendeckenden Mammographie-Screenings wird eine hitzige Debatte über Chancen und Risiken der Untersuchung geführt. Ähnlich kontrovers wird der Einsatz der Mamma-Sonographie bei Frauen mit dichtem Drüsengewebe diskutiert.

Wie kann man bei dem Thema seine Patientin, Freundin oder Mutter objektiv beraten? Und wie entscheidet man für sich selbst? Unterstützung bietet hierbei die Patienteninformation unseres Kooperationspartners gesundheitsinformation.de.

Detaillierte Fachinformationen zur Brustkrebsfrüherkennung geben folgende Inhalte:

Screeningempfehlungen zur Mammakarzinom-Prävention im Überblick

Mammographie

Sonographie der Mammae