Tinnitus – Das Klingeln der Ohren

Ohrgeräusche sind häufig, knapp 25% aller Menschen erkrankt mindestens einmal im Leben an einem Tinnitus.

Viele berühmte Persönlichkeiten wie Martin Luther, Vincent van Gogh oder Ludwig van Beethoven schilderten bereits die Auswirkungen und Beeinträchtigungen durch die Chronifizierung der Erkrankung.

Heute weiß man: Je früher eine symptomatische und kausale Therapie begonnen wird, desto höher sind die Chancen auf Heilung oder zumindest Linderung der Alltagsbelastung für den Patienten.

Nachfolgend finden sich Tipps für eine schnelle Diagnosefindung und Therapieeinleitung, um eine Chronifizierung zu vermeiden:

Basis- und erweiterte Diagnostik bei Tinnitus

Therapie bei Tinnitus

Darmkatarrh, Diarrhö, Durchfall – viele Synonyme, ein Symptom.

Durchfallerkrankungen, ein häufiges Symptom in der täglichen Praxis: Knapp ein Drittel der Deutschen leidet jährlich unter einer akuten Diarrhö. Meist selbstlimitierend, suchen viele Patienten erst ihren Arzt auf, wenn die Erkrankung länger als erwartet andauert.

Doch was sind die Ursachen einer Diarrhö? Wann kann ich mich mit einer Basisdiagnostik zufriedengeben und welche “Red Flags” oder Risikogruppen implizieren einen schweren Verlauf? Wann ist welche Erweiterung von Diagnostik und Therapie sinnvoll?

Nützliche Tipps und Informationen finden sich hier:  

Ätiologie von Durchfallerkrankungen

Klinisches Management der akuten Durchfallerkrankung

Exkurs Public Health: Der Zusammenhang von Armut und Diabetes

Was es für die Gesundheit einer Bevölkerung bedeutet, wenn Softdrinks günstiger sind als Trinkwasser, das schildert eine Reportage der New York Times über die mexikanische Region Chiapas eindringlich. So berichten die Autoren von einem Anstieg der Todesfälle durch Diabetes mellitus um 30% innerhalb von drei Jahren.

Auch in Deutschland lässt sich feststellen, dass ein niedriger sozioökonomischer Status und ein erhöhtes Diabetesrisiko eng zusammenhängen. So wird deutlich, dass eine nachhaltige Gesundheitsversorgung weit über die akute Krankenbehandlung hinausgehen muss.

Detaillierte Patienteninformationen zu verschiedenen Problembereichen finden sich hier:

Patienteninformationen - Therapie des Diabetes mellitus Typ 2

Praktische Therapieempfehlungen für Ärzte geben folgende Inhalte:

Stationäres Blutzuckermanagement

Probleme bei der Insulintherapie

“Focus, focus, focus!” – Überblick bei der Sepsistherapie

An Sepsis ist einfach alles furchtbar. Nicht nur, dass ihre Definition in gefühlt jährlichem Rhythmus umgeworfen wird. Auch Empfehlungen zu Therapien sind ständig im Wandel. Unterdessen ist die Letalität der Sepsis in Deutschland im EU-Vergleich überdurchschnittlich hoch.

Wo also beginnen, um Licht ins Dunkel zu bringen?

Einen Anfang machen die fünf einfachen Grundsätze der Tarragona-Strategie zur initialen Antibiotikatherapie bei Sepsis. Als nächstes bietet das Sepsis-Studientelegramm einen tabellarischen Überblick über die wichtigsten Studien und deren Ergebnisse (in max. fünf Minuten!).

Und wer jetzt langsam Licht am Ende des Tunnels sieht, findet nachfolgend die Leitlinienempfehlungen zur Therapie: Sepsis - Therapie

Zankapfel Brustkrebsfrüherkennung

Seit der Einführung des flächendeckenden Mammographie-Screenings wird eine hitzige Debatte über Chancen und Risiken der Untersuchung geführt. Ähnlich kontrovers wird der Einsatz der Mamma-Sonographie bei Frauen mit dichtem Drüsengewebe diskutiert.

Wie kann man bei dem Thema seine Patientin, Freundin oder Mutter objektiv beraten? Und wie entscheidet man für sich selbst? Unterstützung bietet hierbei die Patienteninformation unseres Kooperationspartners gesundheitsinformation.de.

Detaillierte Fachinformationen zur Brustkrebsfrüherkennung geben folgende Inhalte:

Screeningempfehlungen zur Mammakarzinom-Prävention im Überblick

Mammographie

Sonographie der Mammae

Aufklärung und Aufrichtigkeit statt Verlegenheitsdiagnosen

Obwohl die Prognose der Lyme-Borreliose mit der richtigen antibiotischen Therapie gut und ein chronischer Verlauf sehr selten ist, hält sich die “chronische Borreliose” als Diagnose hartnäckig – insbesondere als Erklärung für unspezifische oder subjektive Symptome wie Abgeschlagenheit oder Konzentrationsschwäche.

Folgende Infos und Empfehlungen helfen dabei, Überdiagnostik und -therapie zu vermeiden:

Post-Borreliose-Syndrom

Differentialdiagnose: Vermeintliche chronische Neuroborreliose

Nicht bloß Kinderkram: Maserninfektionen in Deutschland

Für 2017 meldete das Robert-Koch-Institut eine bundesweite Verdreifachung der Maserninfektionen im Vergleich zum Vorjahr auf insg. 930 Infizierte. 2018 sind die Zahlen bisher niedriger, dennoch sind in 13 von 16 Bundesländern vermeidbare Masernerkrankungen aufgetreten.

Gerade Säuglinge und immungeschwächte Patienten können dieser hochinfektiösen Viruserkrankung mit ihren schwerwiegenden Komplikationen nur wenig entgegensetzen. Das RKI rät in einem aktuellen epidemiologischen Bulletin dazu, ausstehende Impfungen schnellstmöglich nachzuholen. Diesjährige Zahlen sprechen dafür: Von 200 Erkrankten mit bekanntem Impfstatus waren über 80% nicht geimpft.

Um bestmögliche Aufklärung leisten zu können, finden sich nachfolgend Links zu den aktuellen STIKO-Empfehlungen sowie Infos zu den einzelnen Impfstoffen und dem typischen Verlauf einer Maserninfektion:

Impfkalender der STIKO

Impfstoffe für Masern, Mumps, Röteln und Varizellen

Symptomatik bei Masern

Komplikationen bei Masern

Eilmeldung: HPV-Impfung jetzt auch für Jungen!

Die seit 2007 von der STIKO empfohlene und heiß diskutierte Impfung gegen HPV hat Studien zufolge zu einer geringeren Durchseuchung mit den Hochrisikotypen geführt. Jetzt hat die STIKO eine Impfempfehlung auch für Jungen ausgesprochen. Ziel ist die Erreichung einer Herdenimmunität. Dies soll u.a. bei der Prävention HPV-assoziierter Tumorerkrankungen beim Mann helfen (bspw. bei Analkarzinomen oder Plattenepithelkarzinomen der Mundhöhle).

Weitere Informationen über die HPV-Impfung findest du hier:

HPV-Impfstoffe und Anwendungshinweise

Primärprävention des Zervixkarzinoms durch die HPV-Impfung

Der Pieks in die Ferse – Viel Wissen aus einem Tropfen Blut

Kurz nach der Geburt steht neben den verpflichtenden U-Untersuchungen auch das freiwillige Neugeborenenscreening an. Um das Vertrauen und die Akzeptanz der frisch gebackenen Eltern zu gewinnen, ist eine ausführliche Aufklärung und Erläuterung der geplanten Untersuchung notwendig.

Hier hilft es, den Ablauf, die gescreenten Erkrankungen und die möglichen Folgen für den kleinen Erdenbürger genau erläutern zu können.

Nachfolgend geben wir eine Übersicht über das Neugeborenenscreening und zeigen exemplarisch den genauen Testablauf sowie Therapiemöglichkeiten bei Mukoviszidose auf:

Ablauf des Neugeborenenscreening

Neugeborenenscreening auf Mukoviszidose

Zystische Fibrose - Therapie

Glucocorticoide richtig An- und Absetzen

Glucocorticoide können Leben retten und sind oft unverzichtbar. Folgendes sollte man bei der Verordnung aber im Hinterkopf haben:

  • Komorbiditäten: Eine Verschlechterung droht bei vielen Erkrankungen, z.B. bei arterieller Hypertonie, Osteoporose oder Diabetes mellitus
  • Komedikation: Die Kombination mit NSAIDs steigert das Risiko gastrointestinaler Ulzera erheblich.
  • Patientenalter: Bei alten Menschen sind Nebenwirkungen oft verstärkt. Bei Kindern oder Jugendlichen sind Wachstumsretardierungen möglich.
  • Kontrazeption: Bei jungen Frauen unter systemischer Glucocorticoidtherapie sollte eine sichere Verhütung bestehen, da fetale Schäden drohen.

Weitere praktische Infos finden sich hier:

Glucocorticoid-Ausschleichsschemata

Glucocorticoidtherapie bei Kindern und Jugendlichen

Glucocorticoide

“Überflüssig wie ein Kropf!”

Die Häufigkeit des Strumas in Deutschland hat zu dessen Sprichwörtlichkeit beigetragen. Auch wenn der endemische Iodmangel die mehrheitliche Ursache ist, muss bei der Erstdiagnose immer eine Ursachenklärung erfolgen, u.a. um maligne Knoten zu erkennen und eine passende Therapie einzuleiten.

Aber was sind Warnzeichen für die Malignität von Strumata und wann ist eine Szintigraphie indiziert? Unter welchen Voraussetzungen kann mit dem Beginn einer Therapie erst einmal abgewartet werden?

Alles zum Thema findet sich in den folgenden Kapiteln:

Red Flags bei Struma

Schilddrüsenszintigraphie

Therapie bei Struma

Therapie der Wahl = Qual der Wahl?

Die Bedeutung kalkulierter antibiotischer Therapiekonzepte steigt, denn mit dem vermehrten Aufkommen von Infektionen durch multiresistente Keime entscheidet die Auswahl des richtigen Antibiotikums über Leben und Tod.

Damit Reserveantibiotika ihrem Namen alle Ehre machen können, gibt das AMBOSS-Antibiotikamosaik sekundenschnelle Übersicht über antibiotische Therapiemöglichkeiten in Abhängigkeit vom anzunehmenden Erregerspektrum.

Im Studientelegramm Nr. 32 stellen wir außerdem den Newcomer Ceftazidim/Avibactam vor.

Praktische Empfehlungen zum Management von Problemkeimen finden sich hier:

Multiresistente Erreger: Risikofaktoren und Therapieoptionen

“Bei Herzstillstand zuerst den eigenen Puls fühlen” (S. Shem)

Dieses Zitat aus dem legendären Buch “House of God” über den Alltag amerikanischer Assistenzärzte ist natürlich ironisch gemeint. Richtig ist aber: Die eigene Aufregung kann eine Reanimation immens erschweren.

Die folgenden Inhalte helfen bei der Auffrischung des eigenen Wissens, um im Notfall ruhig, systematisch und optimal vorgehen zu können:

Basic-Life-Support

Advanced-Life-Support

Notfall-EKG-Diagnostik

Medial, lateral, egal? Was tun bei hüftgelenksnahen Femurfrakturen?

Für viele ältere Menschen und deren Angehörige ein Schreckensszenario: Der Stolpersturz auf die Hüfte mit resultierender Femurfraktur.

Gerade für Ärzte im klinischen Alltag ist diese schwerwiegende Verletzung ein zentrales Thema, aber auch niedergelassene Kollegen werden bspw. bei Hausbesuchen damit konfrontiert.

Was gilt es präklinisch oder in der Notaufnahme zu beachten? Welche Therapieformen gibt es und sollten angewandt werden? Worauf ist vor und nach einer operativen Versorgung zu achten?

Leitliniengerechte Therapieempfehlungen und weitere nützliche Informationen finden sich hier:

Vorgehen in der Notaufnahme bei proximalen Femurfrakturen

Therapieverfahren bei proximalen Femurfrakturen

“Heilige Krankheit” Epilepsie – kein Grund zur Panik!?

Schon im 4. Jahrhundert v. Chr. vermutete man in den hippokratischen Schriften hinter der “heiligen Krankheit” Epilepsie eine organische Ursache und war sich der hohen Letalität eines Status epilepticus bewusst.

2.400 Jahre später ist die Genese vieler Krampfanfälle immer noch unbekannt. Auch löst der Gedanke an einen epileptischen Krampfanfall in Ambulanz oder auf Station bei einigen Ärzten Unbehagen aus.

Es gibt jedoch gute Möglichkeiten, um präventiv und therapeutisch effektiv (re)agieren und verheerende Folgen eines Status epilepticus abwenden zu können. Um für diese Situation bestens gewappnet zu sein, finden sich nachfolgend Hilfen für ein strukturiertes Vorgehen im Notfall, die präventive Dauermedikation und passende Dosierungen im Krampfanfall für Kinder und Jugendliche:

Antikonvulsive Stufentherapie des Status epilepticus

Medikamentöse Anfallsprophylaxe

Dosierungsvorschläge für Benzodiazepine und Antikonvulsiva beim juvenilen Krampfanfall

Was tun bei Pleuraerguss?

Pleuraergüsse können sich infolge vieler Erkrankungen zeigen, häufig z.B. im Rahmen einer kardialen Dekompensation. Die Pleurapunktion ist dann eine therapeutische Möglichkeit.

Aber ab wann ist eine Entlastungspunktion sinnvoll? Kann trotz Therapie mit Gerinnungshemmern punktiert werden? Wie sieht die richtige Nachsorge aus?

Alle Antworten, zusätzliche Infos sowie praktische Anleitungen zur Vorbereitung und Durchführung der Pleurapunktion inkl. einer Materialliste finden sich hier:

Pleurapunktion - Klinische Anwendung

Einen Überblick über verschiedene Ergussformen und deren Ursache geben folgende Inhalte:

Differentialdiagnose Pleurapunktat

COPD-Therapie: Welcher Inhalator ist der richtige für meinen Patienten?

In der Therapie der COPD steht eine Vielzahl an Inhalatoren mit unterschiedlicher Handhabung zur Verfügung: Fluch und Segen zugleich. Für jeden Patienten lässt sich so zwar das individuell passende System finden, eine fehlerhafte Anwendung ist jedoch oft Ursache für eine verminderte oder ausbleibende Wirkung.

Um dies zu verhindern und die inhalative Therapie sicherzustellen, liefert die Patienteninformation zur richtigen Inhalation bei COPD ausführliche Handlungsanweisungen zum Ausdrucken für Patienten. Außerdem stellt die deutsche Atemwegsliga veranschaulichende Videos zur Benutzung aller gängigen Inhalatoren zur Verfügung.

Praktische Empfehlungen für die COPD-Therapie und ein stationärer Leitfaden finden sich hier:

COPD - Medikamentöse Therapie in der klinischen Anwendung

COPD - Checkliste stationäres Management

Is my baby alright?

In ihrem Buch “Is my baby alright?” beschreibt Virginia Apgar die Geburt als den gefährlichsten aller Lebensabschnitte.

Die amerikanische Ärztin erkannte, dass für viele Neugeborene lebensrettende Maßnahmen zu spät kamen, da keine systematische Untersuchung unmittelbar nach der Geburt erfolgte. 1953 entwickelte sie den APGAR-Score, der bis heute in der Geburtshilfe und Neonatologie verwendet wird und den klinischen Zustand von Neugeborenen beurteilt.

Hier geht’s zu den Kriterien des APGAR-Scores sowie zum APGAR-Rechner - wenn’s mal hektisch werden sollte.

Heute wäre Virginia Apgar 109 Jahre alt geworden.