Die Kunst der Risikokommunikation

Risiken medizinischer Maßnahmen zu kommunizieren, gelingt nicht immer. Ein bekanntes Beispiel ist die Eilmeldung des britischen Komitees für Arzneimittelsicherheit im Jahre 1995, dass orale Kontrazeptiva der 3. Generation das Thromboserisiko im Vergleich zu den Vorgängerpräparaten verdoppelten.

Die folgende Verunsicherung der Bevölkerung mit Pillenstopps- und wechseln führte u.a. zu einem starken Anstieg von unerwünschten Schwangerschaften und Schwangerschaftsabbrüchen. In absoluten Zahlen gemessen war durch die Verdopplung des Risikos jedoch pro 10.000 Frauen mit nur einer zusätzlichen Thrombose zu rechnen, so dass die Meldung letztlich mehr schadete als nützte.

Dieses und ein weiteres Beispiel zur Mammographie haben wir in Zusammenarbeit mit der AG Risikokompetenz (Charité Berlin) herausgearbeitet und euch als Fälle zur Verfügung gestellt. Achtung: Hierzu in den Arztmodus wechseln!