Exkurs Global Health: Umweltverschmutzung, Krankheit und Todesopfer

In einer aktuellen Publikation der Lancet Commission on pollution and global health konnte gezeigt werden, wie Umweltverschmutzung und Krankheit zusammenhängen: 2015 sind nach Schätzungen 9 Millionen Menschen durch Umweltverschmutzung “vor ihrer Zeit” gestorben – nicht selten beginnt die Aufnahme der Gifte bereits in utero.

Umweltverschmutzung tötet demnach dreimal häufiger als AIDS, Tuberkulose und Malaria zusammen und sogar 15 mal so häufig wie sämtliche Kriege. Zu allem Überfluss sind am ehesten Menschen in Ländern der mittleren und unteren Einkommensstufen und in Industrieländern vor allem sozial Benachteiligte betroffen.

Die meisten Todesfälle durch Umweltverschmutzung sind die Folge von Luftverschmutzung (bspw. Feinstaubbelastung), unsauberem Trinkwasser und mangelhafter Hygiene. 
Warum dieser Exkurs? Weltweit behandeln Ärzte sehr häufig das Ergebnis von Umweltverschmutzung und kommen dabei i.d.R. zu spät. Ohne ein entschlossenes globales und präventives Denken wird diese Situation kaum unter Kontrolle zu bringen  sein.

Link zur Studie: The Lancet Commission on pollution and health 2018