Eilmeldung: HPV-Impfung jetzt auch für Jungen!

Die seit 2007 von der STIKO empfohlene und heiß diskutierte Impfung gegen HPV hat Studien zufolge zu einer geringeren Durchseuchung mit den Hochrisikotypen geführt. Jetzt hat die STIKO eine Impfempfehlung auch für Jungen ausgesprochen. Ziel ist es, eine Herdenimmunität zu erreichen. Dies soll u.a. bei der Prävention HPV-assoziierter Tumorerkrankungen beim Mann helfen (bspw. Analkarzinome oder Plattenepithelkarzinome der Mundhöhle).

Genauere Informationen über die HPV-Impfung findest du hier in AMBOSS:

HPV-Impfstoffe und Empfehlungen zur Gabe (im Arzt-Modus)

Primärprävention des Zervixkarzinoms durch die HPV-Impfung

Diagnostische Möglichkeiten in der Frauenheilkunde

Jede Frau kennt sie - die meisten möchten die jährlich stattfindende gynäkologische Untersuchung jedoch möglichst schnell hinter sich bringen. Doch was genau wird dabei eigentlich gemacht? Wie wird ein PAP-Abstrich durchgeführt? Wie lassen sich Infektionserreger diagnostizieren? Und wann wird eine Mammographie durchgeführt?

Antworten auf diese und viele weitere wichtige Fragen sowie eine bebilderte Anleitung zur Selbstuntersuchung der Brust (im Arzt-Modus) finden sich im AMBOSS-Kapitel zur Diagnostik in der Gynäkologie.

Health Tech: Zeig mir deine Uhr und ich sag dir, wie dein Herz schlägt!

E-Mails empfangen, Kalorien zählen, den Nachtschlaf messen – nichts, was Armbanduhren 2018 nicht könnten! Jetzt wurde an der University of California San Francisco untersucht, inwieweit sich die Daten sog. Smartwatches mittels künstlicher Intelligenz für die Früherkennung von Vorhofflimmern verwenden lassen. Da Vorhofflimmern selten Symptome verursacht, gleichzeitig aber ein hohes Schlaganfallrisiko birgt, wäre eine beiläufige Datenauswertung eine sinnvolle und im Zweifel sogar lebensrettende Option.

Aber wie zuverlässig sind die neuen Technologien? Die Ergebnisse der Health-eHeart-Studie findest du im HOMe-AMBOSS-Studientelegramm zusammengefasst.

Zudem steht dir im AMBOSS-Kapitel Vorhofflimmern neben weiteren Infos zur Diagnostik des Vorhofflimmerns auch ein Rechner für den unaussprechlichen CHA2DS2-VASc-Score zur Verfügung.

“Bei Herzstillstand zuerst den eigenen Puls fühlen!”

Dieses Zitat aus dem legendären Buch “House of God” über den Alltag amerikanischer Assistenzärzte ist natürlich ironisch gemeint. Richtig ist aber, dass wohl vielen Medizinstudenten beim Gedanken an die erste Reanimation der Schweiß ausbricht! Und zugegeben: Nicht selten fiel der letzte Erste-Hilfe-Kurs mit dem Führerschein zusammen.

Ein Blick in die folgenden Inhalte kann helfen, im Ernstfall ruhig(er) zu bleiben:

Basic-Life-Support

Advanced-Life-Support

Notfall-EKG-Diagnostik

“Kannst du nochmal schnell Blut abnehmen?”

Ein typischer Morgen während Famulatur oder PJ: Eine lange Reihe von Blutentnahmeröhrchen liegt für dich bereit. Die Venen rollen weg, geben nichts her, der Patient wird ungnädig, während du den dritten Anlauf nimmst: “Der andere Arzt hat das gestern beim ersten Mal geschafft!” Mist, die Tupfer vergessen! Welches Röhrchen muss ich nochmal zuerst abnehmen? Wie war das mit dem Kalium? Zudem drängt der Zeitplan und die nächste Visite oder gar OP geht bald los.

Um ein Meister im Blutabnehmen zu werden, braucht’s vor allem Übung und Geduld. Wir geben dir in einem ganzen Kapitel praktische Tipps zur venösen Blutentnahme und ein Anleitungsvideo mit auf den Weg. Viel Erfolg! :)

Therapie der Wahl = Qual der Wahl?

Dass Penicillin das Mittel der Wahl bei Streptokokkeninfektionen ist, kann man sich noch ganz gut merken. Aber weißt du, wie’s bei E.Coli, Pseudomonaden oder Mykoplasmen aussieht?

Die Auswahl des richtigen Antibiotikums ist aus gutem Grund ein häufiges Thema im Studium: Im Klinikalltag entscheidet sie nicht selten über Leben und Tod.

Eine sekundenschnelle Übersicht – ob ausgedruckt auf dem Schreibtisch oder auf dem Smartphone in der Famulatur – gibt das AMBOSS-Antibiotikamosaik.

Is my baby alright?

In ihrem Buch “Is my baby alright?” beschreibt Virginia Apgar die Geburt als den gefährlichsten aller Lebensabschnitte.

Die amerikanische Ärztin erkannte, dass für viele Neugeborene lebensrettende Maßnahmen zu spät kamen, da keine systematische Untersuchung unmittelbar nach der Geburt erfolgte. 1953 entwickelte sie den APGAR-Score, der bis heute in der Geburtshilfe und Neonatologie verwendet wird und den klinischen Zustand von Neugeborenen beurteilt.

Hier geht’s zu den Kriterien des APGAR-Scores sowie zum APGAR-Rechner -- wenn’s mal hektisch werden sollte.

Arzt per App?

Bisher sind Ärzte, die ihre Patienten per Internet und Telefon beraten, in Deutschland noch eine Seltenheit. Das könnte sich jedoch schon bald ändern: Auf dem Ärztetag wurde gerade die Aufhebung des sog. Fernbehandlungsverbots beschlossen, welches Telemedizin bisher nur bei Folgebehandlungen und nicht bei Erstkontakt erlaubt hat.

Klar ist, dass der direkte Patientenkontakt weiterhin Standard bleiben soll. Die Telemedizin könnte aber insbesondere gegen den Ärztemangel in ländlichen Gegenden Abhilfe schaffen und unnötige Wege und Wartezeiten ersparen. Schon heute empfangen Ärzte über Apps Blutdruck- und Blutzuckerwerte ihrer Patienten oder schauen sich Hautveränderungen im Videochat an.

Die Lockerung des Telemedizingesetzes wird diesen Trend nun sicher beschleunigen – und wer weiß, vielleicht ist der digitale Hausbesuch in ein paar Jahren schon ganz normal…

Hier findest du den Artikel "Fernbehandlungsverbot gekippt" der Ärzte Zeitung online.

Wann trinkt Anton Pulmann Milch?

Natürlich um 22:45!

Es gibt wohl kaum einen Merkspruch, den man im Medizinstudium häufiger hört. Mit unserem AMBOSS-Auskultationskurs wollen wir euch über die Theorie hinaus mit interaktiven Inhalten eine praktische Anleitung für zukünftige Famulaturen, PJ-Tertiale oder Examen geben.

Das Highlight sind unsere neuen Auskultationsvideos, die ihr selbst befunden könnt und zu denen es passende Patientenfälle gibt!

Tropical Feeling – Tropical Fever?

Ein PJ-Tertial in Brasilien? Eine Famulatur in Äthiopien? Die Uni hat gerade erst so richtig begonnen, doch manch eine/r träumt bestimmt schon wieder vom nächsten Auslandsaufenthalt. Früh zu planen ist gar nicht mal so unklug – denn wer in ferne Länder reist, sollte sich frühzeitig über die nötigen Impfungen informieren. 

Besonders wichtig ist dies u.a. bei Reisen in Gelbfieber-Endemiegebiete des tropischen Afrika und Südamerika. Zwar verläuft die durch das Gelbfiebervirus ausgelöste Erkrankung in den meisten Fällen asymptomatisch oder lediglich mit grippeähnlichen Symptomen; in etwa 15% der Fälle kommt es jedoch zu schweren Verlaufsformen mit hohem Fieber, Blutungen und akutem Organversagen, die bei 50% der Betroffenen tödlich enden.

Um eine Einschleppung des Virus zu verhindern, erhält man ohne eine Gelbfieberimpfung in einigen Ländern keine Einreisegenehmigung. Die Impfung muss mindestens 10 Tage vor Reiseantritt in speziellen Gelbfieberimpfstellen erfolgt sein.

Falls dich nun das Reisefieber (und die Impflust) gepackt hat, wirf doch einen Blick in die AMBOSS-Übersicht zu den Reiseimpfungen und informiere dich auf den verlinkten Klinikkapiteln näher über die betreffenden Erkrankungen, wie z.B. das Gelbfieber.

Auch auf den Seiten des RKI, der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und der WHO findest du hilfreiche Informationen.

Querschnittsthema Alkoholabhängigkeit: Wie kann man den Patienten gerecht werden?

Zugegeben, Sekt, Bier und Gin Tonic gehören für viele zum Studentenleben dazu wie Mensaessen und geschwänzte Vorlesungen.

Kritisch wird es allerdings, wenn es ohne nicht mehr geht.

Ein Blick in diese Liste des statistischen Bundesamts muss alarmieren: Bei stationären Krankenhausbehandlungen sind alkoholbedingte psychische Störungen unter Männern die häufigste Diagnose. Weil Alkohol im Prinzip jedes Organsystem schädigen kann, sind die Problemstellungen komplex und betreffen fast jede Fachdisziplin. Unsicherheiten im Umgang mit Abhängigkeitspatienten drohen im Stress des Klinikalltags unterzugehen.

Wir erklären, wie man die Probleme angeht und zeigen euch, wie man den medikamentös unterstützten Alkoholentzug durchführt, was gegen Craving hilft und vieles mehr. 

Medikamentöse Empfehlungen bei Alkoholentzugssyndrom (in AMBOSS)

Anticravingsubstanzen (in AMBOSS)

Riskante Ratio

Die Odds Ratio bereitet immer wieder Schwierigkeiten bei der Interpretation – nicht nur unter Studenten, sondern auch unter Wissenschaftlern. So zeigten bspw. Übersichtsarbeiten von Holcomb (2001) und Tajeu (2012), dass die Odds Ratio in ihren jeweiligen Forschungsfeldern (Gynäkologie und Geburtshilfe bzw. Adipositas-Forschung) häufig schon in der Studie missverständlich oder gar falsch benutzt wird.

Insbesondere die unzulässige Gleichsetzung der Odds Ratio mit dem relativen Risiko (engl. Risk Ratio) findet sich immer wieder in Publikationen. Deswegen gibt es Stimmen, die für eine ausschließliche Verwendung der Odds Ratio im Rahmen von Fall-Kontroll-Studien plädieren, da in allen anderen Studientypen Alternativen zur Verfügung stehen. (Knol, 2012)

Keine Sorge, das alles klingt komplizierter, als es ist! Um euch gegen entsprechende Fehlinterpretationen zu wappnen, haben wir die Inhalte zur medizinischen Statistik ausführlich überarbeitet. Darin erklären wir euch nicht nur die Definition der Odds Ratio (und natürlich anderer epidemiologischer Maßzahlen), sondern auch die Eigenschaften der verschiedenen Studientypen. Werft auch gerne mal einen Blick in unsere Auditorfolgen zu diesen Themen.

Übersicht der Inhalte zur medizinischen Statistik (in AMBOSS)

Links zu den Studien:

An odd measure of risk: use and misuse of the odds ratio

Misuse of Odds Ratios in Obesity Literature: An Empirical Analysis of Published Studies

Down with odds ratios: risk ratios in cohort studies and randomised clinical trials

 


 

β-Thalassämie – Gentherapie auf dem Weg in die Klinik

Hämoglobinopathien sind oft kein besonders beliebtes Thema unter Studenten. Aktuell werden jedoch spannende Therapieansätze für die Behandlung der Erkrankungen des roten Blutfarbstoffs entwickelt!

Bei der β-Thalassämie liegt ein Defekt in der β-Kette (β-Thalassämie) des Hämoglobins vor, was bei der autosomal-rezessiv vererbten Form zu schweren transfusionsbedürftigen hämolytischen Anämien führen kann. Viele Patienten sind aus diesem Grund lebenslang von Transfusionen mit Erythrozytenkonzentraten abhängig, wenn keine allogene Stammzelltransplantation durchgeführt werden kann. 

In einer aktuellen Studie wurden 22 Patienten im Alter von 12–35 Jahren mit einer schweren, dauerhaft transfusionspflichtigen β-Thalassämie Stammzellen entnommen. Mithilfe eines Virus konnte die DNA eines gesunden β-Globin-Gens in die zuvor gewonnenen Stammzellen integriert werden. Den Patienten wurden die veränderten Stammzellen nach myeloablativer Chemotherapie wieder injiziert.

Bei 15 von 22 Patienten konnten die EK-Transfusionen im Mittel nach etwa 2 Jahren beendet werden. Auch bei den restlichen Patienten kam es zu einem signifikanten Hb-Anstieg, sodass die Transfusionsfrequenz deutlich reduziert werden konnte.

Die Studie wurde u.a. durch Bluebird Bio gesponsert.

Link zur Studie: Gene Therapy in Patients with Transfusion-Dependent β-Thalassemia

Thalassämie (in AMBOSS)

Aufbau des Hämoglobins (in AMBOSS)
 

Exkurs Global Health: Lepra – Hauptsache früh erkannt

Entgegen der allgemeinen Wahrnehmung gehören Verstümmelungen durch das Mycobakterium leprae noch immer nicht der Vergangenheit an: Über 200.000 Neuinfektionen hat die WHO im Jahr 2015 dokumentiert. Besonders bitter daran ist: Fast jede zehnte Neuinfektion betraf ein Kind. Häufig waren zum Diagnosezeitpunkt schon irreversible Behinderungen sichtbar.

Dabei ist Lepra bei früher Diagnose gut heilbar. Deswegen nimmt die WHO in ihrer aktuellen Global Leprosy Strategy die Reduktion der Fälle neu erkrankter Kinder in den Fokus.

Wer sein Wissen über eine der ältesten Krankheiten der Menschheit auffrischen möchte, findet hier top-aktuelle Informationen:

Globale Lepra-Strategie 2016-2020 der WHO

Diagnostik der Leprainfektion (in AMBOSS)

Therapie der Lepra nach Richtlinien der WHO (in AMBOSS)

Endlich Frühling! Und trotzdem nur am Niesen...

Es sprießt und zwitschert, die Sonne zeigt sich am AMBOSS-blauen Himmel und trotzdem tränen die roten Augen, die Nase läuft und ohne Taschentücher sollte man nicht aus dem Haus gehen. Betroffene wissen genau: Die “Pollen-Saison” ist bereits in voller Blüte!

Bei der Pollen-Allergie handelt es sich gemäß der Einteilung nach Coombs und Gell um eine allergische Reaktion vom Sofort-Typ. Bei Erstkontakt mit einem ansonsten harmlosen Antigen über Haut oder Schleimhaut reagiert das Immunsystem überschießend. Es werden für dieses Antigen spezifische IgE-Antikörper produziert, die über den Fc-Rezeptor membrangebunden auf der Oberfläche von Mastzellen vorliegen. Bei einem zweiten Antigenkontakt bindet das Antigen an die IgE-Rezeptoren an der Mastzelloberfläche und es kommt zur Quervernetzung der IgE-Moleküle und Degranulation der Mastzellen. 

Das freigesetzte Histamin und andere Entzündungsmediatoren führen je nach Ausmaß zu verschiedenen Symptomen. Eine periphere Gefäßdilatation und eine erhöhte Gefäßpermeabilität in der Nase können den Spaziergang im Obstfeld zur Qual machen.

Möchtest du mehr zu Diagnostik und Therapiemöglichkeiten des Heuschnupfens sowie den Hypersensitivitätsreaktionen II bis IV erfahren? Dann schau doch mal in unser Kapitel rein. Gesundheit!

Allergische Erkrankungen (in AMBOSS)

Exkurs Global Health: Umweltverschmutzung, Krankheit und Todesopfer

In einer aktuellen Publikation der Lancet Commission on pollution and global health konnte gezeigt werden, wie Umweltverschmutzung und Krankheit zusammenhängen: 2015 sind nach Schätzungen 9 Millionen Menschen durch Umweltverschmutzung “vor ihrer Zeit” gestorben – nicht selten beginnt die Aufnahme der Gifte bereits in utero.

Umweltverschmutzung tötet demnach dreimal häufiger als AIDS, Tuberkulose und Malaria zusammen und sogar 15 mal so häufig wie sämtliche Kriege. Zu allem Überfluss sind am ehesten Menschen in Ländern der mittleren und unteren Einkommensstufen und in Industrieländern vor allem sozial Benachteiligte betroffen.

Die meisten Todesfälle durch Umweltverschmutzung sind die Folge von Luftverschmutzung (bspw. Feinstaubbelastung), unsauberem Trinkwasser und mangelhafter Hygiene. 
Warum dieser Exkurs? Weltweit behandeln Ärzte sehr häufig das Ergebnis von Umweltverschmutzung und kommen dabei i.d.R. zu spät. Ohne ein entschlossenes globales und präventives Denken wird diese Situation kaum unter Kontrolle zu bringen  sein.

Link zur Studie: The Lancet Commission on pollution and health 2018

Blended Learning an der Universität Duisburg-Essen

Beim blended learning werden verschiedene Lehrmethoden miteinander verknüpft, um das Lernen zu vereinfachen. Dies kann beispielsweise so aussehen, dass sich die Studenten online auf einen Kurs vorbereiten, um sich dann in der Präsenzveranstaltung noch besser auf die praktischen Fähigkeiten konzentrieren zu können.

Beim vorklinischen Ultraschallkurs des SkillsLab Essen wird nun erstmalig ein solches Blended-Learning-Konzept in Kooperation mit AMBOSS umgesetzt: Die Studierenden können sich mit den Kapiteln und Videos unseres AMBOSS-Sonokurses auf die einzelnen Kurstage vorbereiten und den gelernten Stoff in Wiederholungsfragen und Quiz-Bildern der Standardschnitte überprüfen. Während des Kurses im SkillsLab bleibt dann umso mehr Zeit für die praktische Anwendung. Damit auch die Theorie während des Kurstages immer griffbereit ist, stellen wir den Teilnehmern unser brandneues Sonographie-Pocketbuch kostenlos zur Verfügung. 

Wir freuen uns über das entgegengebrachte Vertrauen und sind sehr gespannt auf das Feedback nach dem Semester! Wir wünschen den Teilnehmern des vorklinischen Ultraschallkurses in Essen ganz viel Spaß!

Für weitere Informationen: Sonographiekurs in Kooperation mit dem SkillsLab der Universität Duisburg-Essen

Hier gehts zum kompletten AMBOSS-Sonokurs für Abdomen, Schilddrüse und FAST: AMBOSS-Sonokurs

Alle Achtung, James!

Jedes Jahr am 11.04. ruft die “European Parkinson’s Disease Association” mit Unterstützung der WHO den Welt-Parkinson-Tag aus. Sie macht damit auf das Leiden von Betroffenen aufmerksam, würdigt Erkenntnisse neuerer Forschung sowie natürlich den Erstbeschreiber der Erkrankung: James Parkinson.

Seit dieser seinen Artikel “An Essay on the Shaking Palsy” (Eine Abhandlung über die Schüttellähmung) 1817 veröffentlichte, ist von der L-Dopa-Therapie bis hin zur tiefen Hirnstimulation ein breites Spektrum therapeutischer Optionen etabliert worden. Dennoch ist die Erkrankung auch nach mehr als 200-jähriger Bekanntheit noch unheilbar.

Umso wichtiger ist das Verständnis für den Umgang mit den Patienten, die Wahl der richtigen Parkinson-Medikamente und die Kenntnis der Therapieoptionen beim Auftreten psychischer Begleitsymptome.

Aktuelle und leitliniengerechte Informationen und Empfehlungen dazu finden sich hier:

Stadienabhängige Therapie des idiopathischen Parkinson-Syndroms (in AMBOSS)

Zur Original-Publikation von J. Parkinson gelangst du hier:

An Essay on the Shaking Palsy (Journal of Neuropsychiatry and Clinical Neurosciences)

Danke für den Fisch? Omega-3-Fettsäuren und kardiovaskuläre Ereignisse

Eine fischreiche Ernährung soll potentiell vor kardiovaskulären Erkrankungen schützen. Dieser Effekt wird auf die in Fisch reichlich enthaltenen langkettigen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren (insb. Omega-3-Fettsäuren) zurückgeführt. Eine neue Metaanalyse aller randomisierten Studien durch die Omega-3 Treatment Trialists’ Collaboration konnte dies jedoch nicht belegen. So hatte bei den insg. 77.917 Studienteilnehmern die regelmäßige Gabe von Omega-3-Fettsäuren keine signifikanten Effekte auf das Auftreten von Myokardinfarkten, Schlaganfällen oder anderen kardiovaskulären Ereignissen.

Übersichtliche Zusammenfassungen dieser und weiterer aktueller wissenschaftlicher Studien kannst du dir einfach über das Studientelegramm von HOMe Academy und AMBOSS abonnieren.

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Aktuelles Studientelegramm im AMBOSS-Archiv

 

Herzklopfen in der Hausarztpraxis

Eine 47-jährige Patientin stellt sich dir in der hausärztlichen Praxis vor und klagt über starkes Herzklopfen, Nervosität und Schlafstörungen. Ohne ihre Ernährung umgestellt zu haben, hat sie in den letzten 3 Wochen 5 kg abgenommen. An was denkst du? Und worauf achtest du bei der körperlichen Untersuchung?

Bei uns findest du zahlreiche klinische Fälle – egal ob für dich allein oder mit der Lerngruppe, ob mitten im Semester oder kurz vor der mündlichen Examensprüfung: So kann Lernen wirklich Spaß machen, versprochen! :) 

Fall: Frau mittleren Alters mit Unruhe und Gewichtsverlust (in AMBOSS)