Purple for preemies!

Jedes Jahr erstrahlen am 17.11. diverse Gebäude anlässlich des Weltfrühgeborenentages in der Farbe Lila, in Deutschland zuletzt u.a. das Bettenhochhaus der Berliner Charité oder das Heidelberger Schloss. Pro Jahr werden in Deutschland 65.000 Kinder zu früh geboren und bedürfen einer fürsorglichen medizinischen Betreuung. Ihre Prognose verbessert sich glücklicherweise stetig! Infos zur Frühgeburtlichkeit findest du zusammengefasst bei uns.


Suchtmedizinische Reihe, Episode 1: “Doctor please, some more of these!”

Patienten mit Abhängigkeitserkrankungen oder Intoxikationen stellen alle medizinischen Fachgebiete vor Herausforderungen. Nach der umfangreichen Überarbeitung der suchtmedizinischen Themen in AMBOSS möchten wir daher regelmäßig praktisch relevante Inhalte zu dem Thema vorstellen.

Den Anfang macht das Kapitel über die Abhängigkeit von Sedativa wie z.B. Benzodiazepinen, die die Rolling Stones schon in den Sechzigern in “Mother’s Little Helper” besangen. Dort findest du im Arztmodus u.a. Praxisanleitungen zum Ausschleichen oder zum Management von Entzugssymptomen. Außerdem von spannender Relevanz: Infos zu verwendeten Substanzen in KO-Tropfen und deren Nachweisbarkeit.

Tick, Trick oder TRAK?!

Erkrankungen der Schilddrüse zählen zu den häufigsten Stoffwechselstörungen. Aufgrund verschiedenster Pathologien gilt es daher, den Überblick zu behalten: Welche Antikörper sind wann erhöht? Wann ist eine Hyperthyreose latent und wann manifest? Sind bei einer Überfunktion Thyreostatika indiziert oder empfiehlt sich eine Radioiodtherapie? Und was hat Herr de Quervain mit der Schilddrüse zu tun?

Die AMBOSS-Kapitel zu Schilddrüsenerkrankungen sind frisch überarbeitet und bieten neben der Beantwortung dieser Fragen zahlreiche neue llustrationen zu den Wirkmechanismen der Thyreostatika, Sono- und Szintigraphiebefunde, Diagnose-Algorithmen und weitere wissenswerte Informationen rund ums Thema. Mehr Überblick geht nicht!

Hashimoto-Thyreoiditis

Thyreoiditis de Quervain

Hyperthyreose

Struma


Frei von der Leber gesprochen

Die Leberzirrhose ist im stationären Kontext eine häufige Diagnose und hat eine sehr schlechte Prognose: Im Stadium Child C überlebt nur ein Drittel der Patienten das folgende Jahr. Der häufigste Grund ist chronischer Alkoholkonsum, gefolgt von den Virushepatitiden.

Alle wichtigen Informationen kurz zusammengefasst findest du in unserer Abbildung zu dem Thema. Der Rechner für den Child-Pugh-Score hilft schnell weiter, wenn dir die Kriterien mal entfallen sein sollten.


Männlich, 25, schlank

… mit plötzlicher Atemnot. So oder ähnlich sieht der typische Patient mit Spontanpneumothorax in Prüfungsfragen oft aus. Doch hast du schon mal vom Menstruationspneumothorax gehört? Nein? Dann lies im Kapitel “Pneumothorax” nach, das wir komplett überarbeitet und an die aktuelle Leitlinie (2018) angepasst haben.

Im Klinikmodus findest du in diesem Kapitel zahlreiche Röntgenbilder. Darüber hinaus helfen dir Overlays weiter, wenn du den Pneumothorax mal nicht sofort abgrenzen kannst. Im Arztmodus findest du viele weitere Informationen, die über das Examenswissen hinausgehen: Wie lagere ich einen Patienten mit Pneumothorax? Und: dürfen Patienten nach stattgehabtem Pneumothorax jemals wieder tauchen gehen?

Medizin-Nobelpreis für die “Immuncheckpoint-Inhibitoren”

Gestern wurden die diesjährigen Nobelpreisträger in der Medizin bekannt gegeben. Auch von uns einen herzlichen Glückwunsch an James P. Allison und Tasuku Honjo, die gemeinsam für die Entwicklung der sog. “Immuncheckpoint-Inhibitoren” ausgezeichnet wurden. Worum genau handelt es sich dabei eigentlich?

Diese monoklonalen Antikörper richten sich gegen die von T-Zellen exprimierten Rezeptoren PD-1 und CTLA4, die physiologischerweise ein hemmendes Signal auf die Immunantwort vermitteln. Das Andocken der Antikörper bewirkt eine Aktivierung der zytotoxischen T-Zell-Immunreaktion gegen Tumorzellen. Anders gesagt: das körpereigene Immunsystem wird aktiviert, die Krebszellen zu bekämpfen, was einen revolutionären Ansatz im Kampf gegen Krebs darstellt.

Und während Nobelpreise oft weit in der Zukunft liegende Therapieansätze auszeichnen, haben die Immuncheckpoint-Inhibitoren mit Pembrolizumab bereits Eingang in die Therapie des metastasierten malignen Melanoms gefunden. Auch beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom ist die Anwendung schon heute möglich.

Urlaub bald auf Rezept vom Kardiologen?

Die Semesterferien neigen sich dem Ende zu, der Herbst fasst Fuß und wir träumen schon wieder vom nächsten Urlaubstrip im kommenden Jahr.

Dass unser Fernweh bloß Folge eines archaischen Überlebensinstinktes ist, beweist die Helsinki Businessmen Studie jetzt endlich schwarz auf weiß: Langer Urlaub kann lebensverlängernd sein, indem er das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen reduziert. Ob die Businessmänner dabei backpackten, Club- oder Pauschalurlaub machten, bleibt offen.

Die koronare Herzkrankheit prädestiniert kardiovaskuläre Ereignisse (z.B. Herzinfarkt), die in den Industrienationen die führende Todesursache sind. Es liegt auf der Hand, dass Risikofaktoren für eine KHK früh ausgemacht werden müssen und dementsprechend oft in Prüfungen abgefragt werden. Hier finden sie sich noch einmal übersichtlich zusammengefasst: Risikofaktoren der KHK.

Die schönste Nebensache der Welt

Des einen Pein ist des anderen Lieblingsthema: Stuhlgang! Aber wusstest du schon, wie du seine Konsistenz beurteilen kannst?

Unsere Illustration zur Bristol-Stuhlformen-Skala hilft dir weiter. Denn Veränderungen der Stuhlkonsistenz, etwa in Form von Verstopfung oder Durchfällen, sind selten gefragte Prüfungsthemen, begegnen einem aber permanent beim Umgang mit Patienten.

Im Arzt-Modus findest du ausführliche Informationen zum Vorgehen bei Obstipation bzw. zum Management einer akuten Durchfallerkrankung und sogar die Stuhlformen-Skala als Quiz! :)

Cholezysto-, Choledocho-, Cholewas? – Durchblick beim Silbenchaos im Gallengangsystem

Female, fat, forty usw. – die Risikofaktoren für ein Gallensteinleiden kann man sich leicht merken. Je nachdem, ob und wo ein Stein stecken bleibt, kann es jedoch zu unterschiedlichen Krankheitsbildern kommen. Drei davon vergleichen wir in unserer neuen Illustration zu Gallensteinen und Entzündungen im Gallensystem.

Möchtest du auch deine topographischen Kenntnisse noch einmal auffrischen? Im Kapitel zur Anatomie der Gallenblase und -wege findest du u.a. ein Quiz zum selber testen. Viel Spaß!

Exkurs Public Health: Die (fast) vergessenen Krankheiten

Neglected Tropical Diseases (NTD) – 20 Krankheiten, die von der Weltöffentlichkeit kaum wahrgenommen werden, obwohl sie weder selten noch harmlos sind. Neben Lepra und Skabies zählt bspw. auch die Leishmaniose zu den NTDs.

Gerade die Ärmsten der Armen sind meist betroffen: Am Rand der Gesellschaft lebend, führen die Erkrankungen zu einer erheblichen Belastung ihrer ohnehin schwachen wirtschaftlichen Möglichkeiten. Deswegen hat sich eine Gruppe staatlicher und nicht-staatlicher Institutionen gemeinsam mit der WHO hehre Ziele gesetzt und sich der Bekämpfung von 10 der NTDs verschrieben.

Ein kleiner Fortschritt ist geschafft: Laut WHO ist es Ghana als erstem afrikanischen Land 2018 gelungen, das Trachom, eine bakterielle Konjunktivitis und weltweit häufigste Ursache für erworbene Blindheit, als Public-Health-Problem zu eliminieren.

Mehr zum Krankheitsbild der “ägyptischen Körnerkrankheit” findet sich hier:

Konjunktivitis granulosa trachomatosa

Überblick behalten bei der Tuberkulose!

Der früher auch “Schwindsucht” genannten Tuberkulose fielen insb. im 19. Jahrhundert scharenweise Menschen zum Opfer. Davon blieben auch zahlreiche Charaktere in bekannten Romanen wie Anna Karenina (Lew Tolstoi), Stiller (Max Frisch) und natürlich dem Zauberberg (Thomas Mann) nicht verschont. Auch heute noch ist die Tuberkulose laut WHO die neunthäufigste Todesursache weltweit. Aufgrund ihrer Wichtigkeit wird sie auch in Prüfungen rauf und runter gefragt.

Gerade die Verlaufsformen der Tuberkulose können auf den ersten Blick ganz schön verwirren: Latenter Verlauf, Primär-, Postprimär- oder Miliartuberkulose usw. – in unserer neuen Abbildung haben wir die möglichen Verlaufsformen übersichtlich dargestellt. Alle weiteren Infos zur Tuberkulose findest du selbstverständlich im zugehörigen Kapitel.

Zankapfel Brustkrebsfrüherkennung

Seit der Einführung des flächendeckenden Mammographie-Screenings wird eine hitzige Debatte über Chancen und Risiken der Untersuchung geführt.

Wie kann man bei dem Thema seine Patientin, Freundin oder Mutter objektiv beraten? Und wie entscheidet man für sich selbst?

Die Patienteninformation zum Mammographie-Screening unseres Kooperationspartners gesundheitsinformation.de zeigt auf übersichtliche Art den Nutzen einerseits und die Risiken der Übertherapie andererseits und kann bei der Frage nach dem “Wie” eine Hilfe sein.

Zusätzlich bieten wir dir weitere Informationen zu Indikationen, Durchführung und Befunden der Mammographie sowie zu Screeningempfehlungen zwecks Mammakarzinomprävention (im Arzt-Modus) an.

Ausschlag aus Australien, Pusteln aus Peru? Sänk you for travelling!

Weißt du, mit welcher Infektionskrankheit du dich beim Baden in tropischen Süßwässern infizieren kannst? Ob die Schlafkrankheit wirklich das ist, was du jeden Montagmorgen empfindest? Und was bei einem Zeckenbiss in heimischen Wäldern zu tun ist?

Die neue Auditorfolge zum Thema Reisemedizin fasst in Kürze die Symptome, Übertragungswege und Präventionsmöglichkeiten neun wichtiger Infektionskrankheiten zusammen und zeigt dir v.a., wo du dich mit ihnen infizieren kannst!

Licht in die Verschattungen bringen – wie befunde ich ein Röntgenbild?

Patientin mit Pneumonie? Patient mit Fraktur? Röntgenbilder sind oftmals der erste Schritt der Bildgebung. Ihre Befundung wirft allerdings - gerade am Anfang! - oft Fragen auf: Was ist das denn für eine Struktur da? Soll das so??

Infos zu Indikationen, technischem Hintergrund und Durchführung sowie ein Bildatlas zum Selbertesten finden sich in unserem Röntgen-Kapitel. Noch detaillierter kannst du hier nachlesen, wie du an die Befundung eines Röntgen-Thorax-Bildes herangehst. Viel Spaß!

Wenn die Hitze plagt, ist trinken angesagt.

Schlangen vor den Schwimmbädern, ausgedörrte Parks, lange Nächte im Freien – seit Wochen herrscht in Deutschland ein ungewöhnlicher Hochsommer.

Wird dabei das Trinken vernachlässigt, droht jedoch insb. älteren Patienten eine Exsikkose. Oftmals werden die betroffenen Patienten in der Folge desorientiert oder bewusstseinsgemindert in die Krankenhäuser eingeliefert – die Exsikkose ist nämlich einer der häufigsten Gründe für ein Delir. Bei uns findest du deshalb ausführliche Informationen zur Volumenersatztherapie.

In diesem Sinne: immer schön trinken!

Eilmeldung: HPV-Impfung jetzt auch für Jungen!

Die seit 2007 von der STIKO empfohlene und heiß diskutierte Impfung gegen HPV hat Studien zufolge zu einer geringeren Durchseuchung mit den Hochrisikotypen geführt. Jetzt hat die STIKO eine Impfempfehlung auch für Jungen ausgesprochen. Ziel ist es, eine Herdenimmunität zu erreichen. Dies soll u.a. bei der Prävention HPV-assoziierter Tumorerkrankungen beim Mann helfen (bspw. Analkarzinome oder Plattenepithelkarzinome der Mundhöhle).

Genauere Informationen über die HPV-Impfung findest du hier in AMBOSS:

HPV-Impfstoffe und Empfehlungen zur Gabe (im Arzt-Modus)

Primärprävention des Zervixkarzinoms durch die HPV-Impfung

Diagnostische Möglichkeiten in der Frauenheilkunde

Jede Frau kennt sie - die meisten möchten die jährlich stattfindende gynäkologische Untersuchung jedoch möglichst schnell hinter sich bringen. Doch was genau wird dabei eigentlich gemacht? Wie wird ein PAP-Abstrich durchgeführt? Wie lassen sich Infektionserreger diagnostizieren? Und wann wird eine Mammographie durchgeführt?

Antworten auf diese und viele weitere wichtige Fragen sowie eine bebilderte Anleitung zur Selbstuntersuchung der Brust (im Arzt-Modus) finden sich im AMBOSS-Kapitel zur Diagnostik in der Gynäkologie.

Health Tech: Zeig mir deine Uhr und ich sag dir, wie dein Herz schlägt!

E-Mails empfangen, Kalorien zählen, den Nachtschlaf messen – nichts, was Armbanduhren 2018 nicht könnten! Jetzt wurde an der University of California San Francisco untersucht, inwieweit sich die Daten sog. Smartwatches mittels künstlicher Intelligenz für die Früherkennung von Vorhofflimmern verwenden lassen. Da Vorhofflimmern selten Symptome verursacht, gleichzeitig aber ein hohes Schlaganfallrisiko birgt, wäre eine beiläufige Datenauswertung eine sinnvolle und im Zweifel sogar lebensrettende Option.

Aber wie zuverlässig sind die neuen Technologien? Die Ergebnisse der Health-eHeart-Studie findest du im HOMe-AMBOSS-Studientelegramm zusammengefasst.

Zudem steht dir im AMBOSS-Kapitel Vorhofflimmern neben weiteren Infos zur Diagnostik des Vorhofflimmerns auch ein Rechner für den unaussprechlichen CHA2DS2-VASc-Score zur Verfügung.